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Begriffe rund um Trauerfall, Behörden und Erbe – endlich verständlich erklärt
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Alle Erklärungen sind allgemein verständlich formuliert und ersetzen keine individuelle Rechts-, Steuer- oder Fachberatung.
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42 Einträge gefunden
Kurz erklärt
Abkömmlinge sind Kinder, Enkel und weitere direkte Nachkommen einer Person.
Praktische Bedeutung
Der Begriff ist wichtig, weil Abkömmlinge bei Erbfolge und Pflichtteil häufig eine Rolle spielen.
Wann relevant
Wenn es um Testament, gesetzliche Erbfolge oder Pflichtteilsansprüche geht.
Kurz erklärt
Das Amtsgericht ist ein lokales Gericht, an dem unter anderem das Nachlassgericht angesiedelt ist.
Praktische Bedeutung
Für Nachlassangelegenheiten ist meist das Amtsgericht am letzten Wohnsitz der verstorbenen Person zuständig.
Wann relevant
Bei Testamentseröffnung, Erbschein oder Erbausschlagung.
Kurz erklärt
Ein Aufgebotsverfahren dient dazu, unbekannte Gläubiger oder Erben öffentlich aufzurufen.
Praktische Bedeutung
Es kann genutzt werden, um Klarheit über mögliche Forderungen gegen den Nachlass zu gewinnen.
Wann relevant
Wenn die Vermögenslage unklar ist und Schutz vor unbekannten Forderungen gewünscht wird.
Kurz erklärt
Die Ausschlagung bedeutet, ein Erbe nicht anzunehmen.
Praktische Bedeutung
Wer ausschlägt, übernimmt weder Vermögen noch Schulden des Nachlasses.
Wann relevant
Wenn der Nachlass möglicherweise überschuldet ist.
Kurz erklärt
Bestatter organisieren Überführung, Versorgung der verstorbenen Person und die Bestattung.
Praktische Bedeutung
Sie unterstützen außerdem bei der Beschaffung der Sterbeurkunde und vielen organisatorischen Schritten.
Wann relevant
Direkt nach dem Todesfall.
Kurz erklärt
In Deutschland besteht die Pflicht, Verstorbene innerhalb gesetzlich geregelter Fristen zu bestatten.
Praktische Bedeutung
Die Pflicht trifft in einer gesetzlich festgelegten Reihenfolge nahe Angehörige.
Wann relevant
Wenn niemand sich direkt um die Bestattung kümmern kann oder will.
Kurz erklärt
Eine Betreuungsverfügung legt fest, wer im Bedarfsfall als gesetzlicher Betreuer eingesetzt werden soll.
Praktische Bedeutung
Sie wirkt zu Lebzeiten, nicht nach dem Tod.
Wann relevant
Im Vorsorgekontext, ergänzend zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung.
Kurz erklärt
Der digitale Nachlass umfasst alle Online-Konten, digitalen Daten und Verträge der verstorbenen Person.
Praktische Bedeutung
Konten bei E-Mail-Anbietern, sozialen Netzwerken, Streamingdiensten oder Cloudspeichern müssen geprüft, gekündigt oder übertragen werden.
Wann relevant
Sobald der erste organisatorische Stress nachgelassen hat.
Kurz erklärt
Eine Dokumentenvollmacht erlaubt einer Person, Unterlagen für jemand anderen abzuholen oder einzureichen.
Praktische Bedeutung
Sie kann Behördengänge erleichtern, ersetzt aber keine umfassende Vollmacht.
Wann relevant
Wenn Angehörige stellvertretend Unterlagen organisieren müssen.
Kurz erklärt
Die Erbausschlagung ist die offizielle Erklärung, das Erbe nicht anzunehmen.
Praktische Bedeutung
Sie schützt vor der Übernahme möglicher Schulden des Nachlasses.
Wann relevant
Bei begründetem Verdacht auf Überschuldung des Nachlasses.
Kurz erklärt
Als Erbe wird die Person bezeichnet, die das Vermögen einer verstorbenen Person übernimmt.
Praktische Bedeutung
Mit dem Erbe gehen sowohl Vermögen als auch Schulden auf die Erben über.
Wann relevant
Sobald der Todesfall eingetreten ist.
Kurz erklärt
Erben mehrere Personen gemeinsam, bilden sie eine Erbengemeinschaft.
Praktische Bedeutung
Entscheidungen über den Nachlass müssen oft gemeinsam getroffen werden.
Wann relevant
Bei mehreren Erben ohne klare Aufteilung im Testament.
Kurz erklärt
Die Erbfolge regelt, wer in welcher Reihenfolge erbt.
Praktische Bedeutung
Ohne Testament greift die gesetzliche Erbfolge.
Wann relevant
Wenn unklar ist, wer rechtlich erbt.
Kurz erklärt
Erblasser ist die juristische Bezeichnung für die verstorbene Person, deren Nachlass geregelt wird.
Praktische Bedeutung
Der Begriff taucht in vielen Schreiben von Behörden, Gerichten und Notaren auf.
Wann relevant
In allen erbrechtlichen Dokumenten.
Kurz erklärt
Der Erbschein ist ein offizielles Dokument, das die Erbenstellung bestätigt.
Praktische Bedeutung
Er wird oft von Banken, Versicherungen oder Grundbuchämtern verlangt.
Wann relevant
Wenn Vermögen wie Konten oder Immobilien übertragen werden müssen.
Kurz erklärt
Das Familienbuch (heute meist „Familienstammbuch“) enthält Personenstandsurkunden einer Familie.
Praktische Bedeutung
Es kann bei Behördengängen hilfreich sein, etwa zur Vorlage von Geburts- und Heiratsurkunden.
Wann relevant
Wenn ältere Urkunden benötigt werden.
Kurz erklärt
Das Friedhofsamt verwaltet städtische Friedhöfe und Grabstellen.
Praktische Bedeutung
Hier werden Grabnutzungsrechte und Verlängerungen geregelt.
Wann relevant
Bei Wahl, Verlängerung oder Aufgabe einer Grabstätte.
Kurz erklärt
Die Geburtsurkunde dokumentiert die Geburt einer Person und wird vom Standesamt des Geburtsorts ausgestellt.
Praktische Bedeutung
Sie wird oft für Erbangelegenheiten, Renten und Behörden benötigt.
Wann relevant
Wenn Verwandtschaftsverhältnisse nachgewiesen werden müssen.
Kurz erklärt
Eine Generalvollmacht erlaubt einer Person umfassende Vertretung in nahezu allen Angelegenheiten.
Praktische Bedeutung
Sie endet meist mit dem Tod, wenn nichts anderes vereinbart ist.
Wann relevant
Im Vorsorgekontext zu Lebzeiten.
Kurz erklärt
Wenn kein Testament vorliegt, greift die gesetzliche Erbfolge nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch.
Praktische Bedeutung
Sie bestimmt anhand von Verwandtschaft und Familienstand, wer erbt.
Wann relevant
Wenn keine letztwillige Verfügung existiert.
Kurz erklärt
Die Krankenkasse muss über den Todesfall informiert werden.
Praktische Bedeutung
Mitversicherte Angehörige müssen ihre Versicherung neu prüfen.
Wann relevant
Innerhalb der ersten Wochen nach dem Todesfall.
Kurz erklärt
Viele Verträge können nach einem Todesfall mit besonderer Frist gekündigt werden.
Praktische Bedeutung
Sterbeurkunde dient meist als Nachweis.
Wann relevant
Bei Mietverträgen, Abos, Versicherungen, Mitgliedschaften.
Kurz erklärt
Eine Lebensversicherung zahlt im Todesfall an die im Vertrag benannten Begünstigten.
Praktische Bedeutung
Die Auszahlung läuft oft unabhängig vom Erbe.
Wann relevant
Sobald die Versicherung über den Todesfall informiert ist.
Kurz erklärt
Mietverhältnisse enden nicht automatisch mit dem Tod – Erben oder mitwohnende Angehörige übernehmen sie zunächst.
Praktische Bedeutung
Es gibt besondere Kündigungsrechte mit verkürzter Frist.
Wann relevant
Wenn die Wohnung aufgegeben werden soll.
Kurz erklärt
Der Nachlass umfasst das gesamte Vermögen und die Verbindlichkeiten der verstorbenen Person.
Praktische Bedeutung
Er geht im Todesfall auf die Erben über.
Wann relevant
Bei jeder erbrechtlichen Frage.
Kurz erklärt
Das Nachlassgericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts und für Erbangelegenheiten zuständig.
Praktische Bedeutung
Es eröffnet Testamente, stellt Erbscheine aus und nimmt Ausschlagungserklärungen entgegen.
Wann relevant
Sobald ein Testament vorliegt oder erbrechtliche Schritte nötig werden.
Kurz erklärt
Das Nachlassverzeichnis listet Vermögen und Schulden des Nachlasses auf.
Praktische Bedeutung
Es schafft Überblick und kann gegenüber Pflichtteilsberechtigten oder Gerichten erforderlich sein.
Wann relevant
Bei Pflichtteilsansprüchen oder unübersichtlichem Nachlass.
Kurz erklärt
Notare beurkunden Testamente, Erbverträge und andere wichtige Erklärungen.
Praktische Bedeutung
Sie sind unparteiisch und beraten zu rechtlichen Folgen.
Wann relevant
Bei Testamenten, Erbverträgen, Immobilienübertragungen.
Kurz erklärt
Die Patientenverfügung legt fest, welche medizinischen Maßnahmen jemand in bestimmten Situationen wünscht oder ablehnt.
Praktische Bedeutung
Sie wirkt zu Lebzeiten und endet mit dem Tod.
Wann relevant
Im Vorsorgekontext.
Kurz erklärt
Der Pflichtteil sichert nahen Angehörigen einen Mindestanteil am Erbe, auch wenn sie im Testament übergangen wurden.
Praktische Bedeutung
Er besteht in einem Geldanspruch gegen die Erben.
Wann relevant
Wenn Kinder, Ehepartner oder unter Umständen Eltern enterbt wurden.
Kurz erklärt
Die Deutsche Rentenversicherung muss über den Todesfall informiert werden.
Praktische Bedeutung
Hinterbliebene können Anspruch auf Witwen-, Witwer- oder Waisenrente haben.
Wann relevant
Innerhalb der ersten Wochen nach dem Todesfall.
Kurz erklärt
Das Sozialamt kann in besonderen finanziellen Situationen unterstützen, z. B. bei Bestattungskosten.
Praktische Bedeutung
Anträge auf Sozialbestattung sind möglich, wenn die Kosten nicht getragen werden können.
Wann relevant
Wenn die finanzielle Belastung nicht tragbar ist.
Kurz erklärt
Die Sterbeurkunde ist die offizielle Bestätigung des Todes, ausgestellt vom Standesamt am Sterbeort.
Praktische Bedeutung
Sie wird für nahezu alle weiteren Schritte benötigt – Banken, Versicherungen, Behörden.
Wann relevant
Sofort nach dem Todesfall – mehrere Originale beantragen.
Kurz erklärt
Im Sterbevierteljahr erhalten Witwen oder Witwer die volle Rente der verstorbenen Person für drei Monate.
Praktische Bedeutung
Es entlastet finanziell in der ersten Zeit.
Wann relevant
Wenn die verstorbene Person bereits Rente bezogen hat.
Kurz erklärt
Ein Testament ist die letztwillige Verfügung, in der jemand regelt, wer erben soll.
Praktische Bedeutung
Es wird nach dem Tod beim Nachlassgericht eröffnet.
Wann relevant
Sobald ein Testament aufgefunden oder vermutet wird, muss es beim Nachlassgericht abgegeben werden.
Kurz erklärt
Die Todesbescheinigung wird vom Arzt ausgestellt und dokumentiert die Todesfeststellung.
Praktische Bedeutung
Sie ist die Grundlage für die spätere Sterbeurkunde des Standesamts.
Wann relevant
Direkt nach dem Tod.
Kurz erklärt
Die Überführung ist der Transport der verstorbenen Person an einen anderen Ort.
Praktische Bedeutung
Sie wird in der Regel vom Bestatter organisiert.
Wann relevant
Bei Versterben außerhalb des gewünschten Bestattungsorts.
Kurz erklärt
Eine Vollmacht erlaubt einer anderen Person, im eigenen Namen zu handeln.
Praktische Bedeutung
Eine über den Tod hinaus geltende Vollmacht („transmortale Vollmacht“) kann Behördengänge nach dem Tod erleichtern.
Wann relevant
Wenn Konten oder Verträge nach dem Tod organisiert werden müssen.
Kurz erklärt
Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt eine Person, wer im Ernstfall für sie handeln darf.
Praktische Bedeutung
Sie wirkt zu Lebzeiten – endet meist mit dem Tod.
Wann relevant
Im Vorsorgekontext.
Kurz erklärt
Die Hinterbliebenenrente für Ehe- oder eingetragene Lebenspartner.
Praktische Bedeutung
Es gibt kleine und große Witwen-/Witwerrente mit unterschiedlichen Voraussetzungen.
Wann relevant
Sobald die Rentenversicherung informiert ist.
Kurz erklärt
Der gesetzliche Güterstand für Ehepaare ohne Ehevertrag.
Praktische Bedeutung
Im Todesfall wirkt sich der Güterstand auf den Erbteil des überlebenden Ehepartners aus.
Wann relevant
Bei verheirateten Personen ohne notariellen Ehevertrag.
Kurz erklärt
Welche Behörde zuständig ist, hängt oft vom Wohnort, Sterbeort oder Geburtsort ab.
Praktische Bedeutung
Standesamt = Sterbeort. Nachlassgericht = letzter Wohnsitz. Geburtsurkunden = Geburtsort.
Wann relevant
Bei jeder Behördenkommunikation.